Tagungsbände der bisherigen Symposien

sakrale Kunst

Kunst der Urgeschichte im Spiegel sprachdokumentierter Religionen

 

 

 

 

 

 

Klappentext:
Religiosität scheint ein Merkmal des Menschen zu sein. Klare Indizien für diese Vermutung begegnen uns allerdings erst mit der Kunst des Jungpaläolithikums, also vor etwa 40.000 Jahren. Da Texte aus dieser Zeit und auch aus den folgenden Jahrtausenden jedoch fehlen, stehen uns diese Befunde zunächst schweigend gegenüber.
Auch für die spätere Religionsgeschichte ist noch vieles unklar. Dennoch haben die weit fortgeschrittenen Analysen der Schriftzeugnisse aus dem Zweistromland, Ägypten, dem alten Iran, Indien und inzwischen auch Altamerika unser Verständnis revolutioniert. Zielsetzung dieses Bandes ist es, die Befunde schriftloser Kulturepochen mit den schriftgestützten späterer Epochen gleichsam gegenzulesen und enger zusammenzuführen.
Mit Beiträgen von Michael Witzel, Nikolai Grube, Harald Floss, Helmut Schlichtherle, Bernhard Lang, Léon Wurmser, Helmut Humbach sowie Gerhard Bosinsiki und Harald Strohm

darunter (verlinkt wie bei den anderen):

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2016. 39.90 €

Homo religiosus

 

 

 

 

 

 

 

Klappentext:
  Die Wendung ‚homo religiosus’, schon in der Antike gebraucht, hatte und hat vielfältige Konnotationen. Zumal seit Schleiermacher steht sie für die Frage, inwieweit Religion eine Anlage des Menschen sei. Von dieser Fragestellung her wiederum war es nicht weit zu jenen „modernen“, oft salopp-populärwissenschaftlichen und mediengerechten Thesen, nach denen Religion ein soziales Instrument der Mächtigen oder Ohnmächtigen, ein bloßes Medium psychologischer Kompensation, ja womöglich nur eine Art Epiphänomen unserer Hirnphysiologie und deshalb bereits in unseren Genen vorprogrammiert sei ...

Es ist nicht Aufgabe der Religionswissenschaften, die in solchen Entwürfen zum Tragen kommenden Formen soziologischer, psychologischer, neurophysiologischer und biologischer Theoriebildung zu kritisieren. Es ist aber sehr wohl ihre Aufgabe, zu überprüfen, inwieweit solche Theoriebildung ihr beanspruchtes Objekt, eben Religion, überhaupt angemessen erfaßt.

Ausgeschriebenes Ziel unseres Symposions war die (frei nach Schumpeter) „schöpferische Zerstörung“ überholter Religionsbegriffe. Entsprechend wurden die Teilnehmer unseres „Gastmahls“ gebeten, die spezifischen Resultate ihrer Fachgebiete und Forschungsbereiche daraufhin zu konzentrieren, dass sich, wo vorhanden, Kongruenzen und Konvergenzen, dass sich aber auch prinzipielle Differenzen und Divergenzen zwischen den einzelnen Religionen abzeichnen ...

Mit Beiträgen von Bernhard Lang, Gerhard Bosinski, Léon Wurmser, Klaus E. Müller, Jan Assmann, Theo Sundermeier, Reinhard Schulze, Raimar Zons und Harald Strohm.

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2014 (Mai). 29.90 €;

Orakel und Offenbarung

 

 

 

 

 

 


Klappentext:
     Die Götter oder die Gottheit nach der berühmten Frazerschen Definition mit »Magie« zu zwingen, ist das eine Extrem, ihre Befehle und Botschaften passiv und als bloßes Sprachrohr nur zu »channeln« und sich dem auferlegten Schicksal demütig zu unterwerfen, das andere. Zwischen ihnen spannt sich das Feld von Formen auf, in denen Menschen in umgänglichen Kontakt mit jener anderen Welt zu treten suchen.

Als geeignetes Medium der Kommunikation kommt dabei nicht nur die gewöhnliche Sprache mit ihren Möglichkeiten zu Klage und Beschwerde, zu Bekenntnis und Dank, zu Zweifel und Rückversicherung, zu Bitten und Beten in Betracht. Vertiefte Wirksamkeit scheint vielmehr von der ins Poetische und Musikalische gehobenen Sprache auszugehn: Lyrik und dichte Prosa, Gesang und Gesinge scheinen Ohr und Mund auf beiden Seiten zu öffnen und zu befreien. Desgleichen die geheimnisvolle, metaphorische und rätselhafte Rede, ja überhaupt das profan Schwer- oder Unverständliche, dessen Endpunkt im Verstummen liegt. Schon mancher Schamane, Seher, Prophet fand sich in dieser Not ...

Mit Beiträgen von Aleida Assmann, Jan Assmann, Reinhard Schulze, Léon Wurmser, Bernhard Lang, Raimar Zons, Manfred Schneider, Burkhard Schnepel, Theo Sundermeier und Harald Strohm.


Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2013. 29.90 €;

Echnaton und Zarathustra

 

 

 

 

 

 


Klappentext:

Der Pharao Amenhotep IV. erhob den Sonnengott Aton zum Herrscher über alle Götter Ägyptens und nannte sich selbst „Echnaton“, den Diener Atons.

Der alt-iranische Priester Zarathustra sagte den Götzenbildern den Kampf an und verkündete, es gebe nur einen guten Herrn und Schöpfer. Er wurde damit zum Gründer des Zoroastrismus. Echnaton und Zarathustra gelten deshalb als die Ahnherren des Monotheismus und als Revolutionäre der Religionsgeschichte.

Im dritten Band der Lindauer Symposien für Religionsforschung stehen sie pars pro toto für das Phänomen der gestifteten Religion und des damit verbundenen religiösen Antagonismus: der Abkehr von den eigenen Traditionen und allen anderen Religionen, die als „Heidentum“ verworfen werden. In diesem Widerspruch zwischen Exklusivität und Universalität liegt das Problem der betreffenden Religionen, das etwa in Lessings Ringparabel und ihren Vorbildern seinen klassischen Ausdruck gefunden und bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat.


Mit Beiträgen von Jan Assmann, Franz Maciejewski, Almut Hintze, Michael Stausberg, Bernhard Lang, Verena Lenzen, Reinhard Schulze, León Wurmser, Manfred Schneider, Johann Kreuzer, Harald Strohm.

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2012. 29.90 €;

Herrscherkult und Heilserwartung

 

 

 

 

 

 


Klappentext:
      Könige und Herrscher galten über die Zeiten hinweg als schlichtweg außergewöhnliche Menschen.
Neben angeborenen Fähigkeiten bei der Staats- und Heeresführung wurden ihnen Heil- und Wunderkraft,
übermenschliches Charisma, besondere Gottesnähe, ja eigene Göttlichkeit zugeschrieben. Das Buch zeigt,
wie sich dieses sakrale Königtum gegen alle Alleinvertretungsansprüche der monotheistischen Religionen
dauerhaft behaupten konnte. Dabei wird deutlich, dass die alten Zuschreibungen vielfältig fortleben;
und dies nicht nur in tradierten Staats-Ritualen, in neu konstituierten realen Königtümern und in Gestalt des höfisch-nostalgischen Gepränges der Regenbogenpresse, sondern auch in ‚modernen’ Märchen-, Comic-, Fantasy-, Werbe- und Science-Fiction-Welten. In der Poesie lebt die Würde königlichen Sprechens fort,
in priesterlichen Moral-Ansprüchen usurpierte königliche Rechtsgewalt. Und nicht zuletzt speisten sich Formen
‚moderner’ Demagogie und Staatspropaganda – obenan die der nationalsozialistischen Führungsclique – aus Momenten überkommenen königlichen Charismas.
      Mit Beiträgen von Jan Assmann, Nikolai Grube, Wolfram Pyta, Manfred Schneider, Burkhard Schnepel, Reinhard Schulze, Harald Strohm, Raphaela von Weichs, Raimar Zons.

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2010. 29.90 €;

Magie und Religion

 

 

 

 

 

 


Klappentext:
 Die Magie ist nicht tot zu kriegen: Bis heute prägt sie Religion und Alltag mehr, als uns manchmal bewusst ist. Obwohl die neuen ‚sekundären’ Religionen alles Magische entschieden verdammten und bekämpften, lebte nicht nur vieles davon fort, es etablierten sich neben und über den alten auch neue Formen des Magischen.
 Ihnen wird in den facettenreichen Beiträgen von Aleida Assmann, Renate Lachmann, Martin Mulsow, Elisabeth Samsonow, Diethard Sawicki, Theo Sundermeier, Karen Gloy, Jan Assmann und Harald Strohm nachgegangen.

Wilhelm Fink Verlag, Paderborn, 2010. 29.90 €;